Praxisinformation
Veröffentlichung:
Möglichkeiten der Amalgamausleitung
in: Biologische Zahnmedizin 4/97, S.119, Karl F. Haug Verlag Heidelberg
Summary
Silber-Amalgam ist ein wesentlicher Bestandteil in der Zahnmedizin, ohne den der Umfang der derzeitigen
konservativen Versorgung der Bevölkerung nicht zu sichern wäre.
Daunderer gelang es, eine Quecksilberbelastung des Organismus aus Amalgamfüllungen labormäßig nachzuweisen
Amalgam-Befürworter und Amalgam-Gegner sind sich oft uneins in der Einschätzung der durch Quecksilber
resultierenden Gefährdung des Patienten
Die Befürworter stehen auf dem Standpunkt, daß eine Vergiftung oder eine Kontakt-Allergie bei Silberamalgam
höchst selten vorkommen.
In der ganzheitlich orientierten Medizin steht aber mehr die Belastung durch das atomare oder ionisiert
resorbierte Quecksilber und die Auswirkungen im Vordergrund, die dieses vornehmlich auf molekularer,
zellulärer oder energetischer Ebene bewirkt.
Quecksilber blockiert Enzyme und Proteine durch Denaturierung und fördert die Bildung freier Radikale.
Es werden die Grundzüge der zur Ausleitung der Amalgambelastung vornehmlich verwendeten Methoden und
Therapie-Ansätze wie Elimination über Chelatbildner (DMPS / DMSA), Orthomolekular-Therapie (Zn, Mg, Se,
Vit.A-C-E) und Bioresonanztherapie geschildert und kritisch bewertet.
Während Chelat- oder Orthomolekular-Therapie Effekte im materiellen Bereich zeigen, wird mit Bioresonanz und
Homöopathie auch die Ausleitung auch im energetischen Bereich möglich. Dies läßt sich z.B. über
Elektroakupunktur nach Voll (EAV) nachweisen.
Besonders schonend und umfassend kann hier eine Variation der Eigenblut-Therapie nach Reckeweg, kontrolliert
mit EAV, eingesetzt werden. Diese Methode, die ausführlich beschrieben wird, kann über den materiellen Aspekt
hinaus auch noch den energetischen Aspekt einer Amalgamausleitung ab der Potenz Silberamalgam D 30
berücksichtigen.
Einleitung
Amalgam als Zahnfüllung wurde erstmals 1528 erwähnt.
Mittlerweile ist Amalgam in der modernen Zahnmedizin als Füllungsmaterial nicht mehr wegzudenken.
In der Zahnmedizin wird derzeit nur das Silberamalgam, im folgenden nur kurz Amalgam genannt, verwendet.
Es ist ein wesentlicher Bestandteil der konservierenden Zahnmedizin.
Es ist in der Praxis leicht herzustellen, einfach und problemlos zu verarbeiten und vor allem billig.
Ohne Amalgam wäre der Umfang der derzeitigen konservativen Versorgung der Bevölkerung nicht zu sichern.
Die Problematik, die in der Verwendung von Silberamalgam liegt ist schon bald 40 Jahre lang bekannt.
Aber erst durch den zunehmenden Druck der vielen hartnäckigen amalgamgeschädigten Patienten und nicht zuletzt
durch den publicity wirksam agierenden Münchner Toxikologen Daunderer, dem es gelang, eine
Quecksilberbelastung aus Amalgamfüllungen labormäßig nachzuweisen, beginnt die breite Öffentlichkeit sich mit
dem Problem zu befassen.
Der Zankapfel zwischen Amalgam-Beführwortern und Amalgam-Gegnern liegt oft darin, daß man sich nicht einigen
kann, worin das Problem zu suchen ist.
Die Schulmedizin hat für sich gesehen nämlich recht, wenn sie sagt, daß das in der Zahnmedizin verwendete
Amalgam unbedenklich ist.
Denn Vergiftungen oder Allergien kommen nicht vor oder werden nur in ganz seltenen Fällen beobachtet.
Vergiftungen mit Quecksilber lassen sich im 24 Stunden Urin feststellen und Allergien auf Quecksilber bzw.
quecksilberhaltige Verbindungen sind Typ IV Allergien bzw. Kontaktallergien und zeigen sich im Epicutan-Test.
Die Durchführung dieser Teste ist definiert und standardisiert.
So ist der Begriff Quecksilbervergiftung definiert.
Eine Quecksilbervergiftung liegt dann vor, wenn mit subtilsten Meßmethoden eine Funktionsstörung eines
Zielorgans nachweisbar ist. Der dabei gemessene Urin-Quecksilberwert dient als Richtschnur.
An den so gefundenen Werten orientieren sich z.B. die MAK-Werte.
Auch die Quecksilber-Allergie muß definitionsgemäß die typische Crescendo-Reaktion auf quecksilberhaltige
Testmaterialien im korrekt ausgeführten Epicutantest aufweisen. Zusätzlich werden typische Veränderungen an
Haut oder Schleimhäuten in der Kontaktzone gefordert, sonst liegt eben keine Allergie vor.
Die Crux in der Diskussion zwischen den beiden Lagern liegt meines Erachtens darin, daß klar definierte
Begriffe der etablierten Medizin von der alternativen Richtung mit anderen Bedeutungen unterlegt werden. Wie
soll man da auf einen Nenner kommen oder wenigstens verstehen, was der andere meint?
Bei der Erklärung der absoluten Unbedenklichkeit von Amalgamplomben wird von den Befürworten allerdings gerne
übersehen, daß die jährliche Abwasserbelastung von fast 20 to Quecksilber aus zahnärztlichen Praxen solche
Bedeutung für die Umwelt angenommen hat, daß seit 1990 Amalgamabscheider für zahnärztliche Praxen gesetzlich
vorgeschrieben werden.
In der ganzheitlich orientierten Medizin haben wir aber mehr mit der Belastung durch das atomare oder
ionisierte resorbierte Quecksilber zu tun und die Auswirkungen, die dieses vornehmlich auf molekularer,
zellulärer oder energetischer Ebene bewirkt.
Diese Probleme werden von der etablierten Medizin nicht anerkannt, da auch die verwendeten Nachweis und
Meßmethoden nicht anerkannt werden.
Rein schulmedizinisch ist die Menge des in den Körper eingeschwemmten Quecksilbers ohne Relevanz.
Wirkung des Quecksilbers auf den Patienten
Quecksilber wirkt als Zell und Protoplasmagift, es ist in der Lage Enzyme zu hemmen und Proteine zu
denaturieren, wobei es vor allem die SH-Gruppen (Sulfhidryl und Thiogruppen) blockiert.
Weiter ist es in der Lage, den Peroxidstoffwechsel anzuregen und damit freie Radikale zu bilden, die
besonders aggressiv sind und die bei degenerativen Prozessen oder der Tumorentstehung eine große Rolle
spielen.
Darüber hinaus blockiert es auch die Enzyme die zum Abfangen dieser freien Radikale dienen.
Quecksilber reichert sich bevorzugt in Niere Leber und Gehirn an und führt dort in entsprechend hohen Dosen
zu manifesten Funktionsstörungen.
Viele Symptome, die unsere Patienten schildern, ähneln denen der manifesten Quecksilbervergiftung. Da diese
aber in ihrer Komplexität meist nicht vollständig vorliegt werden die Zusammenhänge oft verkannt, vor allem -
weil entsprechende Laborparameter fehlen.
Die Behandlung einer Amalgam Belastung nach vollständiger Sanierung ist aber zumindest in der ganzheitlich
orientierten Medizin unstreitig.
Für die Naturheilkunde zielt eine entsprechende Behandlung vor allem auf die Ausleitung des eingeschwemmten
Quecksilbers und somit
- auf die Entlastung des Grundsystems durch Entschlackung des mesenchymalen Bindegewebes
- auf die Verhütung oder Beseitigung von Schäden durch quecksilberbedingte freie Radikale und
- auf der Minderung der oft subklinischen Funktionsstörungen bei den am meisten betroffenen Organen Niere,
Leber und Gehirn
Dazu stehen verschiedene Methoden zur Verfügung.
Auf diese darf ich nun im folgenden näher eingehen, ohne daß ich einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe.
Ausleitung durch Chelatbildner
Am bekanntesten ist die Ausleitung von materiellem Quecksilber durch Chelatbildner wie DMPS
(2,3-Dimercapto-1-propansulfonsäure) oder DMSA (meso-2,3dimercapto-Bernsteinsäure), das sich durch bessere
ZNS-Gängigkeit auszeichnet.
Hierbei werden Schwermetalle durch die beiden benachbarten SH Gruppen zangenförmig gefasst, in Form stabiler
komplexe aus dem Extrazellulärraum eliminiert und über die Niere ausgeschieden.
Diese Methode wird vornehmlich von Daunderer protegiert.
Während DMPS intravenös vorwiegend zur Diagnostik einer Amalgambelastung eingesetzt wird, wird es ebenso wie
DMSA auch oral zur Ausleitung eingesetzt und zwar durch Gabe von DMPS oder DMSA Kapseln über mehrere Wochen.
Handelsübliche Präparate sind beispielsweise Dimaval, Mercuval oder Unithiol.
Die Dosierungs bzw Therapieempfehlungen sind zu unterschiedlich, so daß ich darauf nicht weiter eingehen
möchte. Sie werden aber in entsprechenden Artikeln oder in den Veröffentlichungen der Hersteller ausführlich
besprochen.
Die erfolgreiche Sanierung wird dann wieder durch einen Mobilisationstest bestätigt.
Ich persönlich habe allerdings erhebliche Vorbehalte.
Zum einen wird DMPS entgegen seiner arzneirechtlichen Zulassung bei nicht bestehender Quecksilbervergiftung ,
eingesetzt.
Zum anderen handelt es sich bei DMSA nicht um ein zugelassenes Arzneimittel, sondern um eine Chemikalie, die
von der jeweils beauftragten Apotheke nach Weisung des Arztes abgefüllt und etikettiert wird.
Die volle Verantwortung für die Medikation, die Dosierung, die Patienteninformation und eventuelle Folgen
mangelnder Aufklärung trägt der verordnende Arzt. Ich bin mir nicht sicher, ob das jedem klar ist!
Neben dem gewünschten Effekt der Quecksilberausscheidung entfernt DMPS auch die Metalle Zink und Kupfer.
Zum anderen hinterläßt auch DMPS und DMSA eine Belastung, die mit EAV nachweisbar ist. Diese Belastung ist
zwar geringer als die Amalgambelastung, läßt sich aber auch schwerer wieder ausleiten - und - macht manchmal
erhebliche Probleme beim Patienten.
Als letzten Vorbehalt gebe ich zu bedenken, daß die materielle Ausleitung die energetische Komponente völlig
außer Acht läßt.
Verschiedene Male hatte ich Gelegenheit, einen mit DMPS sozusagen erfolgreich sanierten Patienten
nachzutesten. Ich habe bislang noch keinen Patienten gesehen, der in der Elektroakupunktur mit einer höheren
Potenz auszugleichen war als mit Silberamalgam D15.
Als Erläuterung mag eine Analogie mit der bekannten Loschmidt´schen Zahl dienen.
Demnach befinden sich in einem Mol eines Stoffes 6,02252 x 10 hoch 23 Atome. Als Zahl entspricht dies einer 6
mit 24 Nullen.
Potenziert man nun ein Mol dieses Stoffes, so dürfte rein von der Logik her ab der D25 kein Atom der
Ausgangssubstanz mehr zu finden sein, oder anders - die Chance so ein Atom der Ausgangssubstanz zu finden geht
gegen Null.
Man kann also sagen, daß unter Zugrundelegung von Loschmidt jenseits der D25 das Materielle an sich aufgehört
hat zu existieren.
Die Ausleitung von Amalgam mit Chelatbildnern endet also dementsprechend zwangsläufig mit der D25.
Streng wissenschaftlich mag der getroffene Vergleich Mängel aufweisen.
Für mich ist er ein Anhaltspunkt, daß die Grenze zwischen materieller und energetischer Komponente wohl
zwischen den homöopatischen Standard-Potenzen D15 und D30 zu suchen ist.
Ausleitung im Sinne der Orthomolekulartherapie
Eine andere Entgiftungsmethode ist der Orthomolekular-Therapie entlehnt.
Hier wird versucht, Selen zu substituieren, das mit Quecksilber Quecksilberselenit bildet und das freie
Quecksilber somit in eine ungiftige Form überführt. Selen ist bei Amalgampatienten aus diesem Grund häufig
vermindert.
Auch Zink bindet sich gerne an Quecksilber und ist daher bei Amalgampatienten ebenfalls häufig vermindert.
Sinnvoll ist auch die Gabe von anderen Antioxidantien wie Magnesium, Vitamin A, C und E, da diese die Wirkung
der freien Radikale vermindern.
Diese Methode stellt für mich eine gute Möglichkeit dar, einem Patienten während der Sanierung etwas an die
Hand zu geben, das schon mal grob hilft, die bei der Sanierung entstehende zusätzliche Quecksilberbelastung
wirkungsvoll anzugehen.
Auch die Gabe von Milch sei während der Sanierung sinnvoll, da dadurch die Resorption von verschlucktem
Quecksilber eingeschränkt wird.
Ausleitung durch Bioresonanztherapie
Auch die Bioresonanztherapie wird oft als suffizientes Mittel genannt, einen Patienten bei der Ausleitung zu
unterstützen.
Obwohl ich die Bioresonanz selbst in der Allergologie mit gutem Erfolg einsetzte führt sie in der
Ausleitungstherapie eher ein Schattendasein.
Das Grundkonzept der Bioresonanztherapie ist, daß jeder Stoff- bedingt durch seinen atomaren Aufbau ein
charakteristisches elektromagnetisches Wellenspektrum emittiert, das sich wegen seiner geringen Energie nur
unseren Meßmethoden entzieht.
Diese EM-Wellen lassen sich elektrotechnisch allerdings genauso behandeln wie meßbare Wellen. Man kann sie
somit verstärken, abschwächen, invertieren und anderweitig verändern.
Man kann darüber hinaus durch geeignete Absoptions-Verfahren auch gewünschte harmonische und unerwünschte
disharmonische Wellen trennen, was allerdings ein gut gehütetes Geheimnis der jeweiligen Hersteller der
Bioresonanz-Geräte ist.
Durch Inversion der Schwingung von Amalgam und Behandlung des Patienten damit kann über das Phänomen der
Interferenz zumindest bioenergetisch eine Löschung der Schwingungsmuster von Amalgam im Körper der Patienten
erzielt werden.
Wegen der Dualität von Materie und Energie muß - so die Verfechter dieser Methode - bei Löschung des
energetischen auch das materielle Korrelat der Amalgambelastung verschwinden.
Ein weiterer Vorteil der Methode ist das Verwenden des ausgebohrten Füllungsmaterials zur Behandlung oder
Löschung. Individueller geht es kaum, da die Amalgame in ihrer Zusammensetzung und auch im Korrosionsgrad
stark schwanken können.
Das Konzept der Bioresonanz scheint zu stimmen, denn bei den wenigen Nachtestungen von Patienten, die mit
Bioresonanztherapie ausgeleitet wurden, fand ich auch Werte oberhalb von D15.
Auch hier gibt es eine Fülle von Therapiekonzepten und Empfehlungen, die sich am besten auf entsprechenden
Fortbildungen aneignen lassen - denn ganz so einfach, wie geschildert, ist es leider auch wieder nicht.
Das Problem der Bioresonanztherapie liegt meines Erachtens in der Verlockung, daß bei computergestützter
Therapie allzu schematisch vorgegangen und daher auf Erfolgskontrolle möglicherweise verzichtet wird. Auch die
verschiedenen Konzepte dürften in ihrer Effektivität unterschiedlich sein.
Die Methode an sich ist eine denkbare Alternative.
Andere denkbare Ausleitungsverfahren
Weitere Ausleitungsverfahren möchte ich wegen ihrer fehlenden Spezifität nur erwähnen, wie z.B. die HOT und
die Colon-Hydrotherapie.
Möglich ist auch die Gabe homöopathischer Mittel wie Mercurius oder potenziertem Silberamalgam als Grundlage
eines homöopatischen Therapiekonzeptes.
Auch die klassische, an Symptomen orientierte homöopathische Therapie soll nicht unerwähnt bleiben.
Ausleitung mit Homöopathie und Eigenblut
Zu guter letzt darf ich Ihnen die von mir in meiner Praxis vornehmlich praktizierte Form der
Amalgamausleitung vorstellen.
Es handelt sich um die Ausleitung einer materiellen und energetischen Amalgambelastung durch homöopathische
Mittel, kontrolliert durch EAV und kombiniert mit einer modifizierten Eigenbluttherapie nach Reckeweg.
Diese Methode hat meines Erachtens den Vorteil, daß eine stete Kontrolle der Ausleitung systemimmanent ist,
der Patient nicht die eine Belastung gegen die andere tauscht, der Therapeut keine arzneimittelrechtlichen und
sonstigen forensischen Fallstricke und Probleme in Kauf nehmen muß und dem Patienten eine insgesamt risikoarme
Therapie mit breitem Wirkspektrum zur Verfügung gestellt wird.
Die Eckpunkte der Therapie sind:
n Die Steigerung der materiellen Quecksilberausscheidung durch homöopathisch potenziertes Silberamalgam. Die
Möglichkeit der Quecksilberausscheidung durch homöopathische Mittel ist im übrigen im Tierversuch bereits
nachgewiesen. (Koch, Herne)
n Fortsetzung der Amalgamausleitung im immateriellen Bereich durch Gabe von Silberamalgam über die Potenz D
15 hinaus.
n Stützung des Organismus durch die Gabe von homöopathischen Drainagemitteln, die die verfügbaren
Auscheidungsorgane Leber, Niere, Darm stützen.
n Unspezifische Anregung des Immunsystems durch Gabe von klassischem Eigenblut,
n Zusätzliche allgemeine Entgiftung und Toxinausleitung durch einen Autonosoden-Potenzakkord.
Dreh und Angelpunkt der geschilderten Therapie ist eine modifizierte Autosanguistherapie nach Reckeweg ...
...Die Spritze wird in wöchentlichen Abständen verabreicht, wobei vor der Injektion die verwendeten Mittel
mit Elektroakupunktur bestimmt werden und bei der Folgespritze unter Beibehaltung der Drainagen routinemäßig
die Amalgampotenz um eine Stufe gesteigert wird. Ausgemessene und Routinespritzen wechseln sich so ab bis zum
Ende der Therapie bei D60.
Das Ende der Therapie wurde von mir ursprünglich willkürlich auf D60 festgesetzt. Diese Potenz schien mir als
Ziel ausreichend.
Grundsätzlich könnte auch schon D30 - also jenseits von Loschmidt - ausreichen.
Bei Nachmessungen nach längerer Zeit findet sich oft, daß die bei D60 beendete Therapie ohne weitere
Maßnahmen von selbst weiter läuft.
Im Gegensatz zu der reinen Injektionstherapie von Homöopathika oder der oralen Gabe führt das oben
vorgestellte Verfahren zügig und meist verläßlich zum Erfolg. Meist schreitet die Ausleitung Stufe für Stufe
fort, selten muß eine Potenzstufe wiederholt werden.
Nur zweimal in fünf Jahren kam es zu einen Versager.
Im ersten Fall wollte sich die Potenz Silberamalgam nicht über die D10 steigern lassen. Das Eigenblut wurde
abgesetzt und bei regelmäßiger Kontrolle mit EAV oral mit Globuli von Staufen weiter therapiert. Nach fast
eineinhalb Jahren war die Blockade gebrochen und die Therapie schritt wie gewohnt voran.
Solche Verzögerungen der Ausleitung sind oft ein Zeichen von noch materiell versteckt vorhandenem Amalgam.
Im zweiten Fall ließ sich die Potenz ebenfalls nicht steigern. Sie schwankte konstant zwischen D8 und D12.
Später wurde aus anderen Gründen zufällig eine Krone entfernt, unter der sich noch Amalgamreste befanden. Auch
hier konnte die Ausleitung dann wie gewohnt beendet werden.
Lediglich bei Patienten mit MS oder anderen Autoimmunerkrankungen ist Vorsicht angesagt. Hier kommt es durch
die Autosanguistherapie sehr oft zu Verschlechterungen des Befindens, die bei reiner Injektion der
Homöopathika ausbleibt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen heute einerseits einen guten Überblick über verschiedene Methoden geben, die zur
Amalgamausleitung Anwendung finden und darüber hinaus ein Verfahren vorstellen, das in meiner Praxis häufig
mit gutem Erfolg angewendet wird.